Microsoft Windows Vista (Vista spanisch/italenisch für Blick, Sicht, Perspektive) ist ein Betriebssystem der Firma Microsoft, dass am 30. Januar 2007 veröffentlicht worden ist.


Entwickluggeschichte:

Windows Vista wurde als Nachfolger von Windows XP mit der Versionsnummer NT 6.0 entwickelt. Erstmals wurde Windows Longhorn (der interne Arbeitsname von Windows Vista), noch vor der Veröffentlichung von Windows XP, von Microsoft im Sommer 2001 angekündigt. Damals war es als Zwischenschritt zwischen XP und der übernächsten Version (damals Blackcomb, danach auch Vienna oder heute Windows 7 genannt) gedacht und sollte bereits Ende 2003 erscheinen. Dies verzögerte sich jedoch immer weiter, so dass die Entwicklungsarbeit an der Version für Firmenkunden am 8. November 2006 abgeschlossen wurde, während die Entwicklung der Version für Privatanwender noch einige Wochen weiter lief. Verfügbar wurde Windows Vista im November 2006 für Firmenkunden und Entwickler bzw. am 30. Januar 2007 für Privatkunden.

Aufgrund der Verzögerungen hatte Microsoft kurzfristig auch Shorthorn in Planung, eine Zwischenversion zwischen Windows XP und Longhorn. Diese Zwischenversion wurde dann aber verworfen, um Longhorn schneller fertigzustellen. Einige Eigenschaften von Shorthorn wurden jedoch in das Service Pack 2 für Windows XP integriert.

Einer der Gründe für die Verzögerungen sind viele Funktionen, die ursprünglich erst für Blackcomb geplant waren, jedoch schon in Vista implementiert wurden. Andererseits fielen zunächst vorgesehene Funktionen und Neuerungen weg, so wurde die eigentlich für Vista geplante assoziative Dateiverwaltung WinFS erst auf einen Zeitpunkt nach Veröffentlichung von Vista verschoben, um, so Microsoft, die Entwicklung von Vista in einer „vernünftigen Zeitspanne“ abzuschließen, später dann aber ganz aufgegeben. Auch war ursprünglich geplant, unter dem Namen Next-Generation Secure Computing Base in Windows Vista eine Trusted-Computing-Umgebung einzuführen. Als Folge von Entwicklungsproblemen und massivem Protest wurde dieser Plan jedoch wieder verworfen.

Die Entwicklung führte somit in eine Sackgasse und wurde Mitte 2004 auf Basis des Serverproduktes Windows Server 2003 neu begonnen.

Seit dem 30. August 2005 veröffentlichte Microsoft monatliche „Community Technical Previews“ für MSDN-Abonnenten und ausgewählte Betatester.

Zum ersten Mal für eine Windows-Version gab es ab dem 8. Juni 2006 einen öffentlichen Betatest, genannt „Customer Preview Program“. Hierbei war ein Download der Beta 2 von Windows Vista möglich. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 2006 wurde die Downloadmöglichkeit ohne vorherige Ankündigung wieder eingestellt, da laut Microsoft die Anzahl an „Testern“ (= Registrierungen) groß genug war. Auch der erste Release Candidate (RC1) von Windows Vista war ab dem 6. September 2006 öffentlich verfügbar. Insbesondere waren Neuerungen im Bereich der Sicherheit zu finden, außerdem wurden Fehler bereinigt. Am 7. Oktober 2006 folgte der „Release Candidate 2“ (RC2, Build 5744) als letzte öffentliche Version.

Weitere Versionen wurden hauptsächlich intern getestet. Bekannt ist insbesondere noch der Build 5808, der am 22. Oktober 2006 an einige Tester verteilt wurde. Der Versionssprung könnte durch das Hinzufügen der letzten unveröffentlichten Funktionen (Systemtöne, Startlogo etc.) zu erklären sein.

Am 8. November 2006 wurde die endgültige Version für Firmenkunden erstellt. Sie trägt, wie die Version für Privatkunden, die Build-Nummer 6000.

Nach einer Schätzung des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins BusinessWeek hatte Microsoft fünf Jahre lang rund 10.000 Angestellte für das Projekt eingesetzt und etwa 10 Milliarden Dollar in die Entwicklung investiert.[1] Microsoft selbst beziffert die Kosten für die Entwicklung auf 6 Milliarden Dollar.


Versionen:

Es existieren sechs verschiedene Versionen von Windows Vista, die sich alle auf identischen DVDs befinden. Die Installationsroutine erkennt anhand des Produktschlüssels (engl.: „product key“), welche Version installiert werden soll. Die Versionen unterscheiden sich im Funktionsumfang und im Preis.

Version Beschreibung Sicherheitskrit. Updates bis
Windows Vista Starter Ähnlich wie die Windows XP Starter Edition ist diese Version stark eingeschränkt. Vista Starter ist vor allem für Entwicklungsländer konzipiert und soll illegalen Kopien vorbeugen. Wie schon beim Vorläufer ist es nur erlaubt, drei Programme gleichzeitig zu starten; sie ist auch die einzige Version, die nur eine 32-Bit-Unterstützung enthält. ?
Windows Vista Home Basic Vista Home Basic stellt eine abgespeckte Version für den Hausgebrauch dar. Der erweiterte Grafikmodus Aero Glass zählt nicht zum offiziellen Funktionsumfang der Home Basic-Version. Diese bietet Basisfunktionen und ist nicht für einen erweiterten Multimediagebrauch geplant. 10. April 2012
Windows Vista Home Premium Diese erweiterte Version von Vista Home Basic ist für den privaten Markt konzipiert. Sie hat einige zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel die Unterstützung von HDTV und das Schreiben von DVDs. Außerdem weist Microsoft darauf hin, dass die Premium-Edition eine Xbox 360 als Windows XP Media Center Edition-Extender nutzen kann. Diese Version ist also vergleichbar mit Windows XP Media Center Edition 2005, ihr fehlt aber zum Beispiel die Möglichkeit, einer Domain beizutreten. 10. April 2012
Windows Vista Business Ähnlich wie Windows XP Professional zielt diese Version auf den Firmenbereich. Sie unterstützt Windows Server Domains und ist mit einer neuen Version des Webservers IIS ausgestattet. 11. April 2017
Windows Vista Enterprise Diese Version ist vor allem für Großkunden gedacht. Sie hat, auf Vista Business basierend, zusätzlich unter anderem die Festplattenverschlüsselung BitLocker, den PC-Emulator Virtual PC Express sowie ein Subsystem für Unix-basierte Anwendungen, mit dem Unix-Programme (unverändert) unter Vista laufen. Diese Version wird in einer sogenannten Volumen-Lizenz an Großkunden verkauft. Im Gegensatz zu Windows XP müssen Vistas Volumenlizenzen auch aktiviert werden. Um den Administrationsaufwand in Firmennetzwerken zu verringern, stellt Microsoft einen eigenen Aktivierungsserver für Firmennetzwerke zur Verfügung. 11. April 2017
Windows Vista Ultimate Vista Ultimate ist die Version von Vista, die die Funktionen aller anderen Versionen vereinigt und richtet sich laut Microsoft an Kleinunternehmer, die ihren PC privat und geschäftlich nutzen, sowie an Privatanwender, die ihren Rechner sowohl zu Hause als auch im Unternehmensnetzwerk betreiben. Diese Ausbaustufe ermöglicht dem Anwender, die Systemsprache frei zu ändern. Dies ist auch nachträglich, d.h. nach dem „Update“ auf diese Version, möglich. 10. April 2012
 
start.txt · Zuletzt geändert: 2008/06/26 09:31 von admin
 
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